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AN AFTERNOON’S DELIGHT

Man kann eine Tasse Tee, oder „a cuppa“ (wie die Engländer salopp sagen), schnell in sich hinein schütten oder eine wahre Zeremonie daraus machen. Und Letzteres tun die Engländer gerne. Dazu treffen sie sich im Bettys Tea Rooms (seit 1919), The Langham Hotel (seit 1855) oder aber im wunderbaren Fortnum & Mason (seit 1707). Was ist der Tee mit Beigabe, beziehungsweise der oh so geliebte Afternoon tea?

Bei England kommt einem gleich der High tea in den Sinn. Oder eigentlich der Afternoon tea, wie die Teepause mit leckeren Beilagen am späten Nachmittag richtig heißt. Ab dem frühen 17. Jahrhundert brachten niederländische und portugiesische Kaufleute Tee aus China mit nach Europa. Ab 1650 setzte sich auch in England die Teekultur durch. Anfänglich war Tee sogar teurer als Gold und daher äußerst kostbar. Wer etwas auf sich zählte, prahlte mit dieser kostspieligen Handelsware und servierte den Tee in schneeweißen Tassen aus Porzellan. Ein Teesieb brauchte man aber unbedingt, denn manchmal war der Tee mit Sand, Staub und Blättern von Bäumen versetzt, um zu sparen. Sogar getrocknete Schafsköttel sollen schon in dem Brewgelandet sein. 

Es war die Herzogin Anna von Bedford (1783-1857), die den Afternoon teaeinführte. Immer gegen vier Uhr nachmittags knurrte ihr nämlich der Magen, während das Abendessen erst um acht Uhr aufgetischt wurde. Gegen diesen kleinen Hunger ließ sie sich zu ihrer nachmittäglichen Tasse Tee etwas zu essen reichen. Zu Anfang waren dies einfache Schnittchen mit Butter. Doch als die Herzogin auch Freundinnen zum Tee einlud, kamen stets mehr Küchlein und Sandwichs aller Art auf den Tisch. 

Zu solch einem Afternoon teagehört natürlich das unverzichtbare Cucumber Sandwich: einfaches helles Toastbrot ohne Rinde mit Butter, belegt mit gesalzenen und mit Zitronensaft beträufelten Gurkenscheiben.Wer auf Süßes steht, greift zum Victoria Sponge-Cake und zu den Scones mit Clotted creamund Marmelade. Rezepthefte aus der viktorianischen Zeit zeigen, dass die Menschen vor zwei Jahrhunderten viel abenteuerlichere Leckerbissen servierten als heutzutage. Favoriten beim Brotbelag waren etwa Kalbsbries mit grünem Spargel, Ochsenzunge mit Brunnenkresse und auch Hühnerleber. Spannend oder gewöhnungsbedürftig? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.

Lavendelplätzchen

ZUTATEN:

200 g ungesalzene Butter

100 g feiner Kristallzucker

250 g Mehl

40 g gemahlener Reis

Prise Salz

1,5 TL getrocknete, gemahlene, essbare Lavendelblätter

1 TL gemahlene Teeblätter aus 2 Teebeuteln Earl Grey

 

ZUBEREITUNG:

  1. Den Ofen auf 190 Gradvorheizen.
  2. Die ungesalzene Butter zu einer glatten, cremigen Masse schlagen. Mischen Sie langsam den feinen Zucker unter.
  3. Sieben Sie das Mehl, den gemahlenen Reis (verwenden Sie eine Kaffeemühle) und eine Prise Salz gesondert in eine Schüssel. Mischen Sie die Lavendelblätter und Earl Grey-Blätter unter.
  4. Mischen Sie die trockenen Zutaten mit der Buttercreme zu einem geschmeidigen Teig.
  5. Formen Sie eine Teigkugel. Verpacken Sie sie in Frischhaltefolie und legen Sie sie eine Viertelstunde in den Kühlschrank.
  6. Rollen Sie den gekühlten Teig auf einer mehlbestäubten Arbeitsfläche ¾ Zentimeter dick aus.
  7. Stechen Sie die Plätzchen aus. Lassen Sie sie auf einem Backblech eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.
  8. Die Plätzchen 20 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad backen, bis sie goldbraun sind. Lassen Sie sie noch 10 Minuten auf dem Backblech abkühlen.

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