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Digital Detox – digitale Entgiftung

Wieder einmal stundenlang ziellos aufs Smartphone gestarrt? Mit einem Digital Detoxbekommen Sie die Kontrolle über das Handy zurück.

Smartphones erleichtern das Leben. Sie können jederzeit mit jedem Kontakt aufnehmen. Ein tolles Café finden oder nachsehen, wann der nächste Bus fährt – alles ist im Nu erledigt. Aber die Handys haben unser Leben nicht nur verbessert. Jede, die schon einmal stundenlang auf diesen kleinen Schirm gestarrt hat, weiß: hier stimmt etwas nicht. Es ist, wie hintereinander mehrere Tüten Chips aufessen. Man weiß, dass es einem nicht gut tut, aber macht doch weiter, bis auch der letzte Krümel im Mund verschwunden ist. Und denkt sich dann: Bin ich jetzt wirklich zufrieden? So in etwa fühlt es sich auch an, wenn man zu lange durch Social Media, Nachrichtenwebsites und Klatschblogs scrollt.

Das ungute Gefühl kommt nicht aus dem Nichts. In seinem Buch Digitaler Minimalismus bespricht der Professor für Informatik Cal Newport einige Forschungsprojekte,die beweisen, dass Social Media den Menschen ziemlich unsicher machen können. Man fragt sich nämlich unwillkürlich: Ist mein Leben auch so klasse wie das meiner Freunde? Und nicht nur das. Das Handy sorgt für ständige Erreichbarkeit und für eine Menge Unruhe. Für die Konzentrationsfähigkeit ist die damit verbundene Informationsflut nicht gerade günstig. Der endlose Nachrichtenstrom und der aggressive Ton von Internetdiskussionen verursachen obendrein Angstgefühle.

Das scheint uns alles nicht sonderlich zu stören, denn das Smartphone hat eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Denn wer weiß: Vielleicht findet man einen erfreulichen Bericht oder ein Filmchen, dass zum Lachen bringt. Dann wird im Gehirn wieder Dopamin ausgeschüttet und wir fühlen uns happy. Solch eine Dopamin-Ausschüttung tritt auch dann ein, wenn jemand eins unserer Fotos liket. Also will man immer mehr davon, postet wieder etwas und scrollt fröhlich weiter… Und siehe da: So machen uns Smartphones süchtig.

Entziehungskur

Die Frage ist natürlich, wie man diese Abhängigkeit wieder hinter sich lässt. Newport rät dazu, das digitale Leben einen Monat lang nur aufs Nötigste zu begrenzen. Natürlich möchten Sie weiterhin für Kollegen, Familie und gute Freunde erreichbar sein. Alles andere sollten Sie eine Zeit lang weglassen, rät Newport. Also eben keine Social Media oder Serien im Internet oder Nachrichten anschauen. Keine Panik! Nach diesem einen Monat können Sie auch wieder zurück. Am besten überlegt man sich vor dem Digital Detox, was man mit der gewonnen freien Zeit machen möchte. Öfter Freunde besuchen oder treffen? Spanisch lernen? Wieder zum Sport gehen? Suchen Sie sich genau die Dinge aus, die Ihnen wichtig sind.

Newport schreibt, dass viele Menschen Entzugserscheinungen bekommen. In der Reihe an der Kasse können sie nicht schnell mal nachsehen, was die Kardashians wieder erlebt haben. Wer jedoch durchhält wird merken, wie angenehm es ist, beim Zugfahren einfach aus dem Fenster zu sehen oder ein Buch zu lesen. Und wie schön es ist, wirklich Zeit mit Freunden zu verbringen. Nur wenige von denen, die den Digital DetoxeinenMonat lang durchgehalten haben, wollen wieder zurück ins alte Leben.

Das Geheimnis dieses Detox-Monats liegt in der Wiederentdeckung dessen, was einem wichtig ist. Danach ist es laut Newport leichter, bessere Entscheidungen zur Internetnutzung zu treffen. Sie können beispielsweise entscheiden, täglich höchstens zehn Minuten auf Facebook zu sein, weil Ihnen die persönlichen Verabredungen mit Freunden viel besser gefallen haben. Oder das Handy öfter zuhause lassen, sodass Sie etwas mit ungeteilter Aufmerksamkeit genießen können.

Kurz gesagt: Sie setzen die digitalen Mittel ganz nach IHREN Wünschen ein. Digitaler Minimalismus, so nennt es Newport. Haben Sie die Vermutung, dass die digitalen Verführungen für ein Detox zu groß sind? Fangen Sie dann im Urlaub damit an. Googeln Sie einfach – solange das noch erlaubt ist – Digital Detox Urlaub.Sie werden viele Orte ohne Empfang oder WLAN finden. Zwar können Sie dann keine Urlaubsfotos auf Instagram hochladen, dafür fängt Ihr Digital Detoxsuper an.

5 Spitzenreiseziele für einen Digital Detox-Urlaub

 

1 Botswana

Machen Sie eine Safari in Botswana und eines ist sicher: Sie werden das WLAN keine Sekunde vermissen. Dafür sorgen schon die Elefanten, Löwen und Giraffen vor Ort.

2 Patagonien

Das weitläufige Patagonien verfügt über eine ungeahnte Artenvielfalt. Genießen Sie diesen Reichtum in der paradiesisch gelegenen Bahia Bustamante Lodge und disconnect.

3 Die Färöer-Inseln

Diese Inselgruppe zwischen Norwegen und Island ist ideal für Wanderungen durch die unberührte Natur. Ohne Handy, natürlich.

4 Cape Range

In diesem australischen Nationalpark befindet sich das Sal Salis Ningaloo Reef. Es ist ein abgelegenes Safarilager und die perfekte Ausgangsbasis für Tagestouren zum Riff und um die Fauna des Parks zu entdecken.

5 Alaska

Das Sheldon Chalet liegt auf einem Gletscher und ist nur mit dem Helikopter zu erreichen. Natürlich haben Sie dort keinen Empfang. Dafür können Sie aber die Aussicht optimal genießen.

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