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Interviews

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Do de Heij

Do de Heij gründete 2015 mit ihrer Schwester Tessel die Biermarke „Gebrouwen door Vrouwen“. Das Bierbrauen begann 2013 als Hobby zuhause und mündete in ein waschechtes Unternehmen. Das aktuelle Projekt ist eine eigene Bierbar in Amsterdam.

Tja, prima. Do de Heij war ein Hockeymädel, das sich sonntags nach dem Spiel ein Bier genehmigte. Hätte sie sich träumen lassen, dass das gelbe Gold einmal ihr Lebensunterhalt werden würde? Nö, eigentlich nicht. Do hat nämlich Informatik studiert. 2013 arbeitete sie beim einem interessanten Start-up und fühlte sich dort pudelwohl. Ein Praktikant des Unternehmens brachte eines schönen Tages selbst gebrautes Bier mit. Das schmeckte richtig gut. So gut, dass Do selbst mit dem Brauen anfing. Als Hobby, zum Spaß. Zusammen mit ihrer Schwester Tessel fabrizierte sie schließlich 20 Liter Bier, die sie dann selbst genossen oder auf einem kleinen Bierfest ihren Freunden einschenkten. Manchmal verschenkten sie auch ein Fläschchen. Einfach so, weil es Laune machte. „Eine der Flaschen landete eines Tages beim Barkeeper in „De Parel“ in der Westerstraat in Amsterdam. Er fand das Bier superlecker und sagte: Das will ich in meinem Café anbieten. Bis dahin haben wir nicht ernsthaft darüber nachgedacht, aus unserem Bier eine Marke zu machen.“

Dennoch vereinbarten sie mit dem Barkeeper eine offizielle Bierprobe. Er ließ sich nicht von seinem Vorhaben abbringen: Das Bier von Do und Tessel sollte in seiner Kneipe verkauft werden. Do: „Wir haben dann einen Ort gesucht, an dem wir größere Mengen brauen konnten.“ Zum Kuckucksbrauen – oder Gypsy Brewing wie es so schön romantisch im Englischen heißt – fuhren die Schwestern zur Noord-Hollandse Bierbrouwerij. „Man mietet dort ihre Kessel und los geht‘s. Das Brauen dauert sechs Wochen. Genauso lange hatten wir Zeit, uns einen Markennamen und ein Etikett auszudenken.“ Und das hat geklappt: „Gebrouwen door Vrouwen“ erblickte das Licht der Welt.

Am Anfang verdienten sie nichts. Ein Jahr später lief es so gut, dass die Schwestern ihren Job kündigten. Eine spannende Sache, die aber auch Raum bot, um endlich alle Mails beantworten zu können und sich um alle Kooperationsanfragen zu kümmern. Auch die Expansion konnte jetzt besprochen werden. Do und Tessel brauchten nicht mehr abzuwarten, sondern konnten selbst die Initiative ergreifen und sich überlegen, welchen Weg sie mit ihrer Marke einschlagen wollten. Damit ist Verantwortung verbunden, aber auch eine Menge Freiheit. „Als Unternehmer entscheidet man alles selbst. Ein eigenes Unternehmen bietet Freiheit. Das ist ein wunderbares Gefühl. Auf der anderen Seite: Das Unternehmen geht immer vor. Alles hängt von einem selbst an. Wenn man als Unternehmer nichts tut, passiert auch nichts. Ich bin sehr froh, dass ich meine Schwester als Kompagnon habe. Wir können Dinge ausdiskutieren. Meistens sind wir doch einer Meinung. Es ist sehr angenehm, alles besprechen zu können – sowohl Erfolge als auch Flops.“

Hat es männliche Skeptiker gegeben, die den Schwestern das Leben schwer gemacht haben? „Nein“, versichert Do. „Die Welt des Craft Beer ist sehr offen. Die meisten Männer freuen sich über ein bisschen weibliche Energie. Wir wurden stets mit offenen Armen empfangen.“ Das Team von Gebrouwen door Vrouwen ist inzwischen ziemlich groß geworden. „Die meisten Teammitglieder sind Frauen. Das passt zu uns. Außerdem hatten die weiblichen Bewerber immer wieder die besten Voraussetzungen für die jeweilige Stelle.“ Inzwischen wurde eine eigene Bar an der Jan Pieter Heijestraat in Amsterdam eröffnet. Die Schwestern und ihr Team haben alle Hände voll zu tun. Und das nagt doch auch am Freiheitsgefühl, das Do so wichtig ist. „Freiheit bedeutet, dass man sich frei fühlt, zu tun und lassen, was man will ohne erst noch zig Dinge erledigen zu müssen.“ Diesen Aspekt hat sie vorerst auf die lange Bank geschoben. Aber es gibt Hoffnung: „Ich denke, dass man langfristig als Unternehmer freier ist als in einer bezahlten Beschäftigung. Derzeit ist es jedoch nicht ohne weiteres möglich, Pläne einfach so umzuwerfen. Wir sind noch in der Aufbaufase. Das heißt es: investieren. Auch in Zeit.“

Es lohnt sich: „Es stehen eine Menge toller Dinge bevor. Das Unternehmen besteht 5 Jahre. Das werden wir groß feiern. Und es wird ein Buch über uns als plötzliche Unternehmer herausgegeben Gebrouwen door Vrouwen – vom Hobbybrauer zur erfolgreichen Biermarke.“

gebrouwendoorvrouwen.nl

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