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INSTABLOOM

England ist bekannt für seine Blumenliebe. In echt oder als Print an Wänden, Möbelstücken oder auf Kleidern. Diese drei kreativen Köpfe können ohne sie nicht arbeiten und haben ihre Instagram-Accounts mit einer üppigen Blumenpracht gefüllt.

In der Kunst geht ohne Blumen gar nichts. Im Mittelalter verzierten Mönche die Ränder von Manuskripten akribisch mit sehr feinen Blumen-Illustrationen. Die Maler des Goldenen Zeitalters schufen wundervolle Stillleben mit Blumen, die so realistisch aussahen als ob die Biene auf der Tulpe jeden Moment wegfliegen würde. Van Gogh malte Sonnenblumen und Iris, Monet dahingegen Wasserlilien in seinem Garten.

Nicht nur Künstler sind von Blumen begeistert, auch die Mode lässt sich von ihnen inspirieren. Chanel hat die Kamelie in viele Designs eingearbeitet. Bei Dolce & Gabbana tauchen immer wieder rote Rosen auf. Yves Saint Laurent fand seine Farbpalette in seinem Jardin Majorelle in Marrakesch. Der Corolle, Christian Diors berühmter Silhouette liegt ein Blumenkelch zugrunde. Auch gegenwärtig nehmen Blumen im Werk von Künstlern und Designern einen zentralen Platz ein. Wer mag, werfe einen Blick auf die Instagram-Accounts von Lewis Miller, Erdem und Danielle Kwaaitaal.

@lewismillerdesign

Bei einem Spaziergang in New York kann es durchaus vorkommen, dass man auf einen Abfalleimer voller Pfingstrosen und Lilien stößt. Die Blumen sind nicht einfach nur hineingestopft, sondern traumhaft gebunden – geradezu als wäre der Abfalleimer eine schicke Vase. Auch mit üppigen Sonnenblumen geschmückte Straßensperren oder eine mit Hortensien übersäte Baustelle sind keine Seltenheit. Diese Kreationen stammen allesamt vom Floristen Lewis Miller. Er entwirft Blumendekorationen für Veranstaltungen. Im Oktober 2016 begann er damit, mit den bei diesen Events übrig gebliebenen und gut erhaltenen Blumen bunte Kunstwerke zu erschaffen. Früh morgens schmückte er die Gedenkstätte für John Lennon im Central Park mit hunderten von Dahlien und Nelken. So erblickte der erste „Flower Flash“ das Licht der Welt. Und das ziemlich erfolgreich: Passanten blieben überrascht stehen und machten Fotos, die sie dann auf Instagram teilten. Inzwischen sind wir viele Flower Flashes und Instragramfotos weiter. Für Miller sind die Blumenwerke „Geschenke an die Bewohner von New York.“

@erdem

„Blumen im Frühling? Wirklich genial!“ruft Chefredakteurin Miranda Priestly im Film Der Teufel trägt Prada.Anna Wintour lässt grüßen. Zum Glück hat diese sarkastische Bemerkung den Londoner Modedesigner Erdem Moralioglu keinen Moment zögern lassen. Er streut munter mit Blumendrucken. Und das nicht nur im Frühling, sondern grundsätzlich und zu jeder Jahreszeit. Blumen in der Mode sind zwar wirklich keine bahnbrechende Idee. Aber: So wie Erdem sie drapiert, das macht ihm keiner nach. Von dramatischen Rosen auf Ausbrennersamt bis hin zu lieblichen Millefleur auf typisch englischen Teekleidern– in jeder Saison erfindet er den Blumendruck neu. Manchmal sieht das Ganze sogar besser aus als in der Natur selbst. Vor einigen Monaten entwarf er für Nars eine Make-up-Kollektion mit dem vielsagenden Namen Strange Flowers. Und nicht die Lippenstifte oder Rougesorten zogen alle Aufmerksamkeit auf sich, sondern die Verpackungen mit für Erdem typischen üppigen Blumendrucken. Möchten Sie einen Blick auf den blumigen Luxus werfen? Schauen Sie sich Erdems Instagram-Account an.

@danielle_kwaaitaal

Die Künstlerin Danielle Kwaaitaal fotografiert Blumen unter Wasser. Mit traumhaften Ergebnissen: Die Blumen sehen aus als schwebten sie durch Zeit und Raum. Kwaaitaal bearbeitet auch die Farben der Blumen. Damit erzielt sie eine noch poetischere Wirkung. Dunkle Töne werden aufgehellt, helle Töne werden dunkler. Inspirationsquelle für ihre Fotoserie Florilegium waren botanische Zeichnungen aus dem 17. Jahrhundert. Genau wie die Zeichner von früher sucht Kwaaitaal nach dem Wesentlichen der jeweiligen Blumensorte: Sie fotografierte u. a. Tulpen, Ranunkel und Christrosen. Für die Serie Après nous le déluge hat sie Blumen in Aquarien festgebunden und mit Tinte injiziert. Sie sehen aus wie von Nebel umgeben. Für Kwaaitaal sind Blumen genauso sinnlich wie der weibliche Körper, der in früheren Arbeiten im Mittelpunkt stand. Die meisten ihrer Fotos sind Unikate. Aber keine Sorge, auf Instagram ist ihr faszinierendes Werk auch zu sehen.

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