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Master of Print – Maria Manzini

Die italienische Designerin Maria Manzini gestaltet einen großen Teil der Prints von Summum Woman, was jede Saison eine enorme Herausforderung ist. Wie geht sie zu Werk?

Wo haben Sie Ihr Handwerk gelernt?

„Ich fürchte, meine Ausbildung hat nichts mit Textilien oder etwas Künstlerischem zu tun. Ich habe Sprachen und Finanzmanagement studiert, aber im dritten Studienjahr hatte ich die Nase voll und begann, für eine Textilfirma zu arbeiten. Ich fing im Back-Office an und brachte es bis zur Vertriebsleiterin. Ich musste mich immer mehr mit exklusiven Researchaufträgen für die namhaftesten Auftraggeber beschäftigen und so habe ich schließlich mein eigenes Unternehmen gegründet: Selecta Como. Jetzt kümmere ich mich so wenig wie möglich um den Vertrieb, um mich voll und ganz auf das Produkt konzentrieren zu können.“

Sie haben sich auf Stoffe für das Segment der gehobenen Damenmode spezialisiert und sie sind für ihren üppigen, verführerischen Stil bekannt. Wo suchen Sie nach Inspiration?

„Mich inspiriert wirklich alles. Ich kann mich nicht auf eine besondere Quelle konzentrieren. Bei meiner Arbeit stütze ich mich auf eine ständige Entwicklung von Ideen und Gefühlen. Die Welt verändert sich laufend und so auch unser Gefühl. Inspiration kann alles sein: eine Blume, Blätter, deren Farbe sich verändert, moderne Kunst, Filme, der Look einer Künstlerin, das Theater, die innovativen Themen zeitgenössischer Ausstellungen, Dinge, für die sich meine Tochter begeistern kann. Für neue Formen und Materialien behalte ich natürlich auch die Laufstege im Auge; und nicht zu vergessen das Phänomen Streetstyle, denn das sind echte Meinungsbildner. Sie helfen mir, die richtigen Entscheidungen für eine moderne Kollektion zu treffen.“

Sie arbeiten schon sehr lange für Summum Woman. Erzählen Sie uns mehr.

„Summum ist ein besonderer Kunde, dessen Entwicklung wir sehr genau verfolgen. Summum interpretiert die Trends ebenso eigenwillige wie geschmackvoll und unterscheidet sich dadurch sehr stark von Mainstream-Modemarken. Diese besondere Ausstrahlung in eine Kollektion von Printdesigns zu übersetzen, ist keine einfache Aufgabe. Wenn meine Stoffdesigns perfekt zum Thema der betreffenden Summum-Kollektion passen, dann fühle ich mich ehrlich geehrt. Wenn nicht, ärgere ich mich ziemlich und muss noch einmal hart an die Arbeit gehen. Die Zusammenarbeit ist jedes Mal eine Herausforderung.“

Was sind derzeit die wichtigsten Trends bei Stoffdesign und Prints?

„In den letzten zwei Jahren haben wir festgestellt, dass viele handwerkliche Techniken zurückkommen – bei Pigmenten, der Verwendung von Kalk für die Reliefbildung oder irisierenden Applikationen – was die Verfahren sehr kostspielig macht und den Stoffen eine besonders edle Ausstrahlung verleiht. Leider entspricht dieser Trend nicht der nachdrücklichen Nachfrage des Markts nach günstigeren Stoffen, weshalb er vor allem in der Haute Couture und bei teurer Konfektionsware eine Rolle spielt. In diesem obersten Marktsegment können wir wirklich innovative Arbeit leisten, einschränkungslos experimentieren und neu schöpfen. Die Kunst ist, danach intelligente und kreative Kompromisse zu finden, um diese edle Anmutung auch für Kunden wie Summum umzusetzen. Bei meinen Vorschlägen will ich immer so aktuell wie möglich sein, ohne zu teuer für den Markt zu werden.“

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